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20.04.11

bunga bunga

Übersetzung:

"Ich weise darauf hin,
dass sich die  Integrationsmaßnahmen für minderjährige Einwanderer weiblichen Geschlechts,
welche dank meiner persönlichen Initiative umgesetzt werden,
als sehr, sehr wirksam erweisen."



zu meinem neuen Journal "Karikatur Portraet 2013"
.

15.04.11

Zerreißprobe

Ein historischer Umbruch ist im Gange, unmittelbar vor  der Haustür Europas. Die staunende Zuschauerrolle hat die westliche Welt nach einer lethargischen  Schockphase  abgelegt und findet sich mehr oder weniger geschlossen in einem heftigen Waffengang – sprich Krieg – gegen den ehemals heiß umworbenen und jetzt geschassten libyschen Diktator wieder. Die verzweifelten Hilferufe der bedrängten Rebellen rechtfertigen noch den Einsatz von Bomben und Raketen, können aber letztendlich nicht über eine Reihe von handfesten Interessen der Industriestaaten hinwegtäuschen, die unterschiedlicher nicht sein können, aber durchaus auf einige gemeinsame Nenner reduzierbar sind. Ganz vorne stehen die wirtschaftlichen Interessen, gemeint sind die gewaltigen Erdöl- und Gasvorkommen, die vor allem von westlichen Firmen erschlossen werden.  Indes sind die Aktionen und Reaktionen der westlichen Gemeinschaft nach langem Zögern einem aufgescheuchten Hühnerhaufen nicht unähnlich. Ausgerechnet der angebliche Kern Europas, Frankreich und Deutschland, entzweit sich in seiner Grundhaltung. Sarkozy schreitet mit breiter Brust in die Schlacht, um Boden bei seinen Wählern gutzumachen, die nach Rechts abdriften. Merkel und ihr Außenminister pflegen die hohe Tugend der Zurückhaltung, schrecken vor einem neuen Kriegsschauplatz zurück. Ebenso scheuen die USA eine zusätzliche  Konfrontation, engagieren sich lieber als Aus- und Aufrüster der “Guten” und entsenden ihre Spione, die wichtige Informationen über die laufenden Entwicklung und die zukünftigen Machtverhältnisse liefern. Russland wettert in Person von Putin von einem unerhörten Kreuzzug gegen die arabische Welt und sieht somit die Felle endgültig davon schwimmen, hat es doch einige Milliarden Euro in Libyen investiert.

13.01.10

integrazione made in Italy (Europe)

Orangenrevolution oder die Revolte der Orangenplücker, allesamt aus Afrika, gestrandet im Süden Italiens und auf dem Weg nach Europa, in ein besseres Leben. Sie lehnen sich auf. Nicht etwa gegen die Bezahlung von 20 Euro pro Tag und Nase für das Orangenauflesen, weder gegen die Unterbringung in aufgelassenen Fabrikhallen und in selbst errichteten Kartonhütten, ohne hygienische Vorrichtungen (Toiletten Fehlanzeige, ein Wasserhahn für Hunderte), auch nicht gegen die harten Arbeitsbedingungen. Nein, das haben sie alles in Kauf genommen, sie wehrten sich gegen einen Angriff von Unbekannten, die auf sie geschossen hatten (man vermutet N'Dranghetisti, weil die Orangenpflücker den erpressten Anteil ihres Lohnes entweder überhaupt nicht oder nur teilweise abgegeben hatten). Es kam zu einer hitzigen Demonstration vor Ort, zu Sachbeschädigungen, im Gegenzug wurden sie von den Bewohnern des Ortes attackiert, glücklicherweise kam niemand ernsthaft zu Schaden. Dann kam der große Auftritt der Polizei, die wahrlich Mut und Stärke zeigte. Der Aufstand wurde erfolgreich niedergeknüppelt, Bagger haben die Fabrikhallen und Kartonhütten zermalmt, die Aufständischen wurden in ein Centro di accoglienza verfrachtet, in ein Flüchtlingsauffanglager. Dort sind sie für's Erste aufgefangen und werden höchstwarscheinlich zurückgeschickt um das nächste Schiff zu nehmen. Sie wissen, dass sie gebraucht werden in Europa, wer pflückt sie denn noch die Orangen, um diesen Preis.

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