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22.01.10

Soforthilfe

Stau, die Helfer aus aller Welt sind zahlreich erschienen, sie erreichen aber nicht die Bedürftigen. Es ist schrecklich, eine bis zu den Zähnen ausgerüstete Helfergemeinschaft bahnt sich mühselig den Weg zu den Opfern. Die Katastrophe stellt extrem hohe logistische Anforderungen, die Maßnahmen verlaufen chaotisch kreuz, quer und ins Leere. Vorwürfe werden laut. Die USA würden die einzige Landebahn für die Evakuierung amerikanischer Staatsbürger besetzen, militärische Interessen voran stellen, hört man hinter vorgehaltener Hand. Erst eine geschlagene Woche nach dem Beben entscheidet man sich für den Abwurf von Lebensmitteln und Trinkwasser. Erdbebenopfer und Helfer irren gleichermaßen zwischen den Trümmerhaufen umher, operiert wird mit Taschenlampen und Stofffetzen müssen als Verbandsmaterial herhalten. Eine der verheerensden Erdbebenkatastrophen wird - so wie es aussieht - aus den Titelseiten der Nachrichtenjournale rutschen bevor viele Opfer die Hilfe überhaupt erreicht.

01.07.09

Bye bye!

 
6 Jahre US-amerikanischer Militärpräsenz neigen sich dem Ende zu. Das diktatorische Regime unter Saddam Hussein ist längst fossile Vergangenheit. Was bleibt sind Gewissheiten und Hoffnungen.
Gewissheiten wie die nach wie vor katastrophale Sicherheitslage, wenn sie sich auch letzthin eben mittels Aufstockung der US-Truppen etwas gebessert hatte. Dann die unüberwindlichen Gräben zwischen Kurden, Sunniten und Schiiten, mit der Gefahr eines Bürgerkriegs und zu guter Letzt die darniederliegende Wirtschaft des Landes.
Bleibt die Hoffnung, die Hoffnung auf eine Festigung und Entwicklung der demokratischen Ansätze. Eine vermessene Hoffnung.

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