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15.04.11

Marschroute

die NATO

Gemäß allgemeiner Erwartung,
mehr als ein müder Schulterschluss
war es wohl nicht
(außer dass Berlin in ein Verkehrschaos gestürzt wurde, als erwähnenswertes Detail am Rande...)

Die ZEIT titelt zum Thema: 
Der Nato fehlt Plan B

Zur Krise der Nato ein Beitrag des Spiegel:
Allianz ohne Ziel

Prioritäten

Die Liste der dringlichen Prioritäten für die Waffengänge in Afrika ist lang. Nur liegt sie nicht auf dem Tisch. Im Vordergrund findet sich die humanitäre Verpflichtung, etwas vernebelt dahinter der Interessenwust der westlichen Welt. In den jüngsten Krisenherden Afrikas engagiert sich das “koloniale Mutterland” Frankreich nicht ganz zufällig. Die Grande Nation will sich unter Führung ihres eifrigen Präsidenten  gegenüber der Welt  profilieren. Außerdem ist Sarkozy gut beraten, wenn er Heil in außenpolitischen Erfolgen sucht, da er doch auf der innenpolitischen Bühne beträchtlich Boden an die erstarkende Rechtsbewegung verliert.

no fly

Krisenstimmung

Eine beispiellose Aufbruchstimmung im nördlichen Afrika und in einigen anderen arabischen Ländern fegt die Diktatoren hinweg.
Die westlichen Demokratien trauen ihren Augen nicht, sie fühlen sich überrumpelt, sind sie es doch gewohnt Demokratie eigenhändig  und wortgewaltig zu exportieren. Indes wachsen andere Sorgen: Angst um die Ölversorgung und Furcht vor den Auswanderungswellen der betroffenen Länder.

12.06.09

Geben und Nehmen


Silvio hat es wieder gut gemacht, er hilft dem lybischen Diktator beim Vergessen. Die dunkle Kolonialzeit ist somit gelöscht, auch wenn Muammar in seinem unausweichlichen Hang zur Theatralik ein etwas desolates Foto von einem unerschütterlichen Widerstandskämpfer gegen das faschistische Italien breit auf seiner Brust trägt. Dies wahrscheinlich eingedenk der Leiden des lybischen Volkes, das er allerselbst zur Gänze und endgültig befreit haben will.
So viel zum Theater. Hinter den Kulissen bezahlt Italien 3,5 Mrd. Euro an Lybien, die in den Bau von Infrastrukturen fließen. Dafür wird der afrikanische Löwe das Kapital seines geliebten Volkes vornehmlich in Italien investieren, die Bauarbeiten gehen weitgehend an italienische Unternehmen, Italien erhält Öl und Gas und nicht zuletzt darf Italien jetzt Bootsflüchtlinge postwendend nach Lybien zurückschicken. Ertrinken ist ab sofort nur mehr in lybischen Hoheitsgewässern zulässig.

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