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15.04.11

Prioritäten

Die Liste der dringlichen Prioritäten für die Waffengänge in Afrika ist lang. Nur liegt sie nicht auf dem Tisch. Im Vordergrund findet sich die humanitäre Verpflichtung, etwas vernebelt dahinter der Interessenwust der westlichen Welt. In den jüngsten Krisenherden Afrikas engagiert sich das “koloniale Mutterland” Frankreich nicht ganz zufällig. Die Grande Nation will sich unter Führung ihres eifrigen Präsidenten  gegenüber der Welt  profilieren. Außerdem ist Sarkozy gut beraten, wenn er Heil in außenpolitischen Erfolgen sucht, da er doch auf der innenpolitischen Bühne beträchtlich Boden an die erstarkende Rechtsbewegung verliert.

Vorreiter

Krisenstimmung

Eine beispiellose Aufbruchstimmung im nördlichen Afrika und in einigen anderen arabischen Ländern fegt die Diktatoren hinweg.
Die westlichen Demokratien trauen ihren Augen nicht, sie fühlen sich überrumpelt, sind sie es doch gewohnt Demokratie eigenhändig  und wortgewaltig zu exportieren. Indes wachsen andere Sorgen: Angst um die Ölversorgung und Furcht vor den Auswanderungswellen der betroffenen Länder.

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