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04.05.11

Faustrecht

Die USA  befinden sich im Krieg. Im Krieg gegen den internationalen Terrorismus. Es ist ein asymmetrisches Geschehen, auf der einen Seite die militärische Supermacht, hochgerüstet und unbezwingbar auf offenem Feld. Ihr gegenüber ein unsichtbarer Feind, nicht greifbar und  organisiert in unzähligen sogenannten Zellen, die längst unabhängig voneinander operieren. Der Aufwand der westlichen Welt ist immens, die "Gefahr des neuen Jahrtausends" , zu der sie gerne hochgespielt wird, im Zaum zu halten. Die Erfolge im Kampf gegen den Terror sind ebenso diffus, nicht eindeutig als solche zu benennen. Und der grenzenlose Einsatz der militärischen Maschinerie und des Sicherheitsapparates schreien förmlich nach vorweisbaren Ergebnissen.
Nun hat sich die USA von diesem Druck befreit, sie hat sich im Alleingang der Identifikationsfigur des Gegners entledigt, schnell und kompromisslos. Ein flüchtiger Sieg mit bitterem Beigeschmack. Denn der  Triumph ist  zugleich Niederlage für den Rechtsstaat, für das demokratische System nach Vorstellung des westlichen Welt.

15.04.11

Krisenstimmung

Eine beispiellose Aufbruchstimmung im nördlichen Afrika und in einigen anderen arabischen Ländern fegt die Diktatoren hinweg.
Die westlichen Demokratien trauen ihren Augen nicht, sie fühlen sich überrumpelt, sind sie es doch gewohnt Demokratie eigenhändig  und wortgewaltig zu exportieren. Indes wachsen andere Sorgen: Angst um die Ölversorgung und Furcht vor den Auswanderungswellen der betroffenen Länder.

20.03.10

Baulust/building spree

 
Der Zeitpunkt war unglücklich gewählt. Ausgerechnet als der Vizepräsident der USA in Israel weilt, verkündet Netanjahu den Bau von 1600 Wohnungen in Ostjerusalem und brüskiert damit die USA, die den erlahmenden Friedensprozess nur mühsam in Gang halten können. Netanjahu selbst, schockiert ob der heftigen Reaktion des Bündnispartners, spricht ausweichend von falschem Timing und einem natürlichen Wachstums Israels.

06.01.10

entsumpfen

pozzi neri
Manche Geheimdienste sind so geheim, dass sie sich wohl selbst und der Welt ein Rätsel sind. Ihre Erfolge gelangen nicht an die Öffentlichkeit, wohl aber ihr Versagen. Kein gutes Licht fällt derzeit auf den mächtigsten und größten Apparat, auf die CIA. Anlass ist - so wird es jedenfalls von den Medien dargestellt - ein konsequentes Wegschauen und Übersehen von deutlichen Hinweisen, dass in Kürze eine Bombe hochgehen wird, in Detroit. Die Medien wussten das alles schon im Voraus, behaupten sie im Nachhinein, jedenfalls war ihre Ahnung größer als die der gesamten amerikanischen Geheimdienstarmada.

10.07.09

hohe Ziele

2° C als Obergrenze für die Erderwärmung lautet die stolz verkündete und bahnbrechende Vereinbarung weltweit. Sogar China erklärt sich bereit und lasst dies aus der Ferne wissen, das chinesische Staatsoberhaupt ist indes vorzeitig abgereist. Ein greifbares Ergebnis, unmissverständlich kompromisslos, soll sich als bedingungslos zwingende Norm im Klimaschutz erweisen, das alle Länder ohne Ausnahme in die heilige Pflicht nimmt der Erderwärmung über 2° C hinaus mit allen Mitteln entgegenzutreten und alles in der Macht stehende zu unternehmen das Klimaziel zu erreichen, dies zum Wohle der Menschheit. Welche weltumspannende Einsicht, gelinde gesagt eine Sensation.
Wenn, ja wenn der Teufel nicht im Kleingedruckten.
Die Details, sprich das Wie und Wann, bleiben ungeklärt.
Damit bleibt vorerst alles beim Alten, nur das Klima wird sich indes weiter verändern.

09.07.09

auf Augenhöhe


Russlands Großmachtambitionen bleiben intakt, trotz der eklatanten Schwächen des Landes. Dafür schwelgt der Vorzeigerusse Putin umso lieber in der glorreichen Vergangenheit der Supermacht.

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