29.04.11

Statement

Worin unterscheiden sich Gaddafi und Assad?

Das brutale Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung haben sie gemeinsam, und das ist eigentlich die offizielle Begründung für den bewaffneten Einsatz der Nato in Libyen, abgesegnet vom UN-Sicherheitsrat.
Im Falle Assads und Syrien haben sich die Vereinten Nationen nur zu vereinzelten Stellungnahmen durchgerungen, am Horizont wird lapidar mit Sanktionen gedroht. Die Gründe für diese unerklärliche Nachsichtigkeit sind keineswegs humanitärer Natur, wie im Falle Libyen getönt wird. Assad ist auf jeden Fall zu halten, darin ist sich die Welt einig. Alle umliegenden Staaten haben ihr eigenes Interesse daran, Russland muss seine strategischen und wirtschaftlichen Interessen wahren, ebenso wie die Türkei und China. Israel will keinen Machtwechsel, weil es sich  mit dem "guten" weil berechenbaren Feind ganz gut leben lässt.
Das sind sie die kleinen Unterschiede und die internationale Gemeinschaft belässt es bei einer faden Ermahnung an die Adresse des Despoten, der in der Wahrung seiner Macht nicht all zu viel Gewalt anwenden soll.

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